Nach dem Erdbeben, Überschwemmung und politische Konflikte in Haiti sind unzählige Entwicklungsprojekte gestartet worden.
Dennoch besteht nach wie vor ein deutlicher Nachholbedarf im Bereichder praktischen Berufsbildung. In Haiti ist 40% der Bevölkerung unter 14 Jahren und steht kurz vor dem Einstieg in die Berufswelt.
Aufgrund fehlender finanzieller Mittel ist das bestehende Angebot jedoch für einen Grossteil dieser Bevölkerungsgruppe unzugänglich. Équipe PEP hat an diesem Punkt unterstützend eingreifen.
Desweiteren ist Haiti gekennzeichnet von einer besorgniserregenden Abfall-Situation. Hiervon sind Menschen aus ärmeren Verhältnissen besonders betroffen.
Bereits 2004 fielen in der Hauptstadt Port-au-Prince täglich 200 – 300 Tonnen Abfall an, wovon lediglich ca. 30 % bis 50 % eingesammelt und offiziell deponiert werden. Die meisten Abfälle landen auf der Strasse oder auf wilden Deponien, oft in unmittelbarer Nähe von Gewässern. Besonders in urbanen Gebieten entstehen hoheökologische und gesundheitliche Risiken.
Der Müll auf den Deponien wird zudem von sogenannten Abfallsammlern informell weiterverarbeitet. Diese sind dabei zahlreichengesundheitlichen und ökologischen Gefahren ausgesetzt.
Für dringend notwendige Massnahmen fehlen Infrastrukturen auf wirtschaftlicher, privater und organisationaler Ebene. Der Bevölkerung mangelt es an Aufklärung. Die nationale Verantwortung zur Bekämpfung der Umweltprobleme wird bei den Kommunen gelegt. Dort fehlt es an materiellen und finanziellen Mitteln zur Realisierung von ökologisch nachhaltigen Lösungen. Aus diesem Grund hat Équipe PEP dort angesetzt und versucht weiterzuentwickeln insbesondere im Bereich Plastik.
Équipe PEP hat somit einen deutlichen Nachholbedarf sowohl in der praktischen Berufsbildung als auch in der Entschärfung ökologischer Probleme entdeckt. An diesen beiden Eckpfeilern wurde angesetzt, so dass kombinierte Lösungen ermöglicht wurden.
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